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Geschrieben von Angelina Sauer
13. Februar 2026

Energie von morgen: Workshop macht Wasserstoff erlebbar

Wie lassen sich die Herausforderungen des Klimawandels konkret begreifbar machen – und welche Lösungen gibt es für eine nachhaltige Energiezukunft? Mit diesen zentralen Fragen startete am 06. Februar der Workshop „Grüner Wasserstoff“ für die Klasse 9a von Frau Rückert. Eindrucksvolle Bilder von Naturkatastrophen, Dürren und Überschwemmungen verdeutlichten zu Beginn die Dringlichkeit des Handelns. Schnell wurde klar: Die Suche nach klimafreundlichen Alternativen zu fossilen Brennstoffen ist eine der wichtigsten Aufgaben unserer Zeit.

Im anschließenden Vergleich von Energie aus fossilen Brennstoffen und erneuerbaren Energien wurden die Unterschiede praxisnah erarbeitet. Ein zukunftsweisender Vorschlag der Schüler war die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien zur Elektrolyse von Wasser. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Vorteile Wasser als Ausgangsstoff bietet: Es ist weltweit verfügbar, ungiftig, kostengünstig und hinterlässt bei der Nutzung von Wasserstoff als Energieträger lediglich Wasser als „Abfallprodukt“.

Im praktischen Teil bauten die Schüler eigenständig eine Elektrolysekammer aus einzelnen Komponenten auf. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bedeutung von Wasserstoff als Energiespeicher. Da Wind- und Sonnenenergie jahreszeitlich unterschiedlich verfügbar sind, bietet Wasserstoff eine Möglichkeit, überschüssige Energie langfristig zu speichern. 

Besonders anschaulich wurde es beim Aufbau einer PEM-Brennstoffzelle. Aus Membran, Graphitpapier und Metallelektroden fertigten die Schüler eine funktionsfähige Zelle. Die Umwandlung von chemischer Energie (Wasserstoff) in elektrische Energie wurde unmittelbar sichtbar: Ein angeschlossener Gleichstrommotor begann sich zu drehen. 

Ein besonderes Highlight des Workshops war der Bau wasserstoffbetriebener Mini-Autos. Mit großer Begeisterung montierten die Schüler die kleinen Fahrzeuge und setzten die flache Brennstoffzelle auf das Fahrgestell. Anschließend wurde „getankt“: Durch leichten Druck auf den Kolben einer Spritze füllten sie die Brennstoffzelle mit Wasserstoff. Kaum war das Gas eingefüllt, setzten sich die Mini-Flitzer in Bewegung – und sausten mit beeindruckender Geschwindigkeit über den Schulflur.

Der Workshop machte deutlich: Grüner Wasserstoff ist kein fernes Zukunftsthema, sondern eine konkrete Technologie mit großem Potenzial für eine nachhaltige Energieversorgung. Durch eigenständiges Experimentieren und Forschen erhielten die Schüler nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch praxisnahe Einblicke in eine Schlüsseltechnologie der Energiewende.