Einblicke in die Berufswelt unter Corona-Bedingungen 6

Teil 6: Neuntklässler nehmen an CT-BOBI teil

Raus aus der Schule und rein in den Beruf – doch geht das so einfach?

Oftmals leider nicht. Wer noch keine konkrete Vorstellung vom angestrebten Beruf hat und das Hobby nicht direkt zum Beruf machen kann, irrt meist erstmal in der großen Welt der Berufe umher. 

Häufig überfordert es die Jugendlichen, zu einer realistischen Selbstwahrnehmung zu gelangen, welche der Grundstein für eine gelungene Berufswahl und Erfolg im (Arbeits-) Leben ist. Auch das Umfeld ist in der Regel nicht in der Lage, kompetente Hilfestellungen bei der Berufswahl zu bieten, da es häufig an der notwendigen Objektivität fehlt. Die Abbruchquote im Studium und in der Ausbildung ist daher hoch, die miteinhergehende Frustration genauso – Handlungsbedarf ist also angesagt! Das bedeutet einer Stärkung der Studien- und Berufsorientierung in der Schule, in der ein klares und realistisches Bild der Studien- und Ausbildungsgänge vermittelt wird. 

Hier setzt das Tool „CT-BOBI“ an, das „Coachingtool Berugsorientierung und Berufsinteressen“. Es ist ein effizientes, diagnostisches Instrument, um die beruflichen Interessen und Potentiale präzise zu ermitteln und zu beschreiben. Es bildet damit die aussagekräftige Basis auf dem Weg der beruflichen Orientierung. Einige Neuntklässler des Gymnasialzweigs sowie die beiden 9er Realschulklassen nahmen vom 04.-12. Mai 2021 die Chance zur Teilnahme an diesem Verfahren wahr und sind nun in ihrer Berufsfindung ein großes Stück weiter. 

Das Verfahren des CT-BOBI wurde von der Testleiterin Frau Mohr (Gesellschaft für Personaldienstleistungen mbH) über ein web-Portal online durchgeführt. 

Als Ergebnis der Bearbeitung des Online-Fragebogens erhielt jeder Jugendliche eine detaillierte Aufschlüsselung seiner individuellen beruflichen Interessensbereiche in Bezug auf 12 Oberkategorien mit 31 Fassetten. Für die drei stärksten Interessensbereiche erfolgte eine entsprechende Zuordnung von typischen Ausbildungsberufen und Studiengängen, in denen die interessierenden Tätigkeiten häufig ausgeführt werden. Ergänzend lieferte das CT-BOBI-Verfahren Informationen über die berufsspezifischen Kompetenzen, die den Berufsbereichen als Anforderungen zu Grunde liegen und z. B. bei Eignungsprüfungen getestet werden. Die gelieferten Informationen können also einerseits für die weitere berufliche Orientierung, andererseits zu einem zielgerichteten Training auf mögliche Eignungstests bzw. zur Vorbereitung auf neue berufliche Anforderungen genutzt werden.

Um jedem Schüler in seiner Berufsfindung individuell gerecht zu werden, erfolgte im Anschluss an das Online-Verfahren ein individuelles Feedbackgespräch. Darin werden die Schüler über Schulen in der Region und weiterführende Schulen informiert, sowie über ca. 450 duale Ausbildungsberufe, mehr als 20.000 unterschiedliche Studiengänge, spezielle Abiturientenausbildungsgänge oder über Kombinationsmöglichkeiten von dualer Ausbildung und schulischen Abschlüssen. 

Die Schüler der THS fühlten sich nach der Teilnahme an CT-BOBI gut auf den Beruf vorbereitet. Besonders positiv fiel Frau Mohr die erhöhte Medienkompetenz der Schüler auf, die die Durchführung merklich erleichterte. Über die gesamte Zeit zeigten sie eine hohe Motivation und verfügten über eine sehr gute Kenntnis auf dem Gebiet der Mediennutzung. Letzteres ist vor allem auf die Vorarbeit durch die Lehrkräfte, insbesondere der Klassenlehrer, zurückzuführen. Da der Unterricht in Corona-Zeiten bis vor kurzem über MS TEAMS von statten ging, waren die Schüler darin sehr vertraut und konnten in vielen Bereichen selbständig arbeiten. 

Auf diesem Wege geht nochmals ein großes Dankeschön an Frau Mohr für ihr Engagement, ihr Einfühlungsvermögen und ihren herzlichen Umgang mit den Schülern, die sich von ihr bestens angenommen und betreut fühlten. Vielen Dank!


 

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