Die Welt liegt in unseren Händen

Ein Unterrichtsbeitrag

Im Durchschnitt kauft jeder Deutsche pro Jahr 28 kg Textilien und verbraucht 37 kg Plastikmüll. Doch die Hintergründe dessen sind erschütternd.

Die Herstellung von Textilien erfordert eine Menge Herstellungsschritte, zumal die Arbeitsbedingungen in den Entwicklungsländern, wie Bangladesch, mangelhaft sind. Die Textilindustrie in Bangladesch wird als ‘menschenunwürdig’ bezeichnet. Nach einem vierzehnstündigen Arbeitstag erhalten die Arbeiter nur 40 Cent und dies reicht häufig nicht aus, um Miete, Essen und ärztliche Versorgung zu sichern. Um ein Kleidungsstück im Laden zu verkaufen, durchläuft es viele Herstellungsschritte. Hierbei werden toxische Ausgangs- und Zwischenprodukte sowie erhebliche Mengen an Chemikalien freigesetzt und letztlich ein Verlust der Bodenfruchtbarkeit ausgelöst. Jedoch kosten die Textilien in den Läden nur wenige Euros; die Folge sind Müllberge, die in die Höhe schießen.

Nicht nur Textilien und ihre Herstellung sind umweltschädlich, sondern auch der Plastikkonsum. Dieser ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die Auswirkungen hierfür sind belastend für die Umwelt. Plastik verschwindet nicht so leicht, denn in hunderten von Jahren wird jedes Stück Plastik irgendwo noch auf der Erde existieren. Auf Mülldeponien stapeln sich bereits Mengen von Plastik, vor allem in Meeren und in Flüssen schwimmt ein großer Teil unseres Plastikkonsums. Das hat tödliche Folgen für die Tiere, die es verspeisen. Aber nicht nur für die Tiere sind die kleinen Plastikpartikel gefährlich, sondern auch für uns Menschen, denn über die Nahrungskette gelangen sie auch in unseren Körper.

Es gibt viele alltägliche Dinge, wie z.B. die Benutzung von Plastik, die schlimme Folgen nach sich ziehen. Jedoch kann jeder einen Beitrag zum umweltfreundlichen Recycling leisten. Kleidung, die man nicht mehr tragen möchte, kann man entweder auf dem Flohmarkt verkaufen oder in ein Second-Hand-Geschäft bringen. Nur Textilien, die sehr stark abgenutzt oder gar kaputt sind, sollten im Müll landen. Anstelle der Plastikflaschen kann man entweder auf Edelstahlflaschen oder Glasflaschen umsteigen. Wer gerne Sprudelwasser trinkt, wäre eine andere Alternative, sich das Gerät ‘Sodastream’ anzulegen, oder ein vergleichbares Produkt. Beim Einkaufen von Obst oder Gemüse empfiehlt es sich, Baumwolltaschen anstatt Plastiktüten direkt von Hause mitzunehmen.

Für die Umwelt ist es noch nicht zu spät, einen Beitrag dafür zu leisten; wir sollten also versuchen, auf unseren Konsum zu achten und die reichlichen Alternativen in Anspruch zu nehmen.


 

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