Arbeitslehre mal anders: Einblick ins Programmieren von Mikrocontrollern

In drei Doppelstunden hatten die Schüler der Klasse 7e des Hauptschulzweigs die Möglichkeit, einen Einblick in die Programmierung von Mikrocontrollern zu erhalten.

Nach kurzem Einstieg mit der Fragestellung, wo genau uns im Alltag programmierte Mikrocontroller begegnen (Spoiler: Überall!), ging es direkt in die Praxis.

Und dabei musste dank der gut ausgestatteten PC-Räume der Schule und der Unterstützung des Medienzentrums Kassel, wo ein Klassensatz der benötigten Geräte unkompliziert ausgeliehen werden konnte, niemand auf eigenes Anschauungs- und Arbeitsmaterial verzichten. 

Der „Calliope Mini“ begrüßte die Schüler im Auslieferungszustand mit einem Demo-Programm, das ihnen gleich einen Überblick über die wichtigsten Funktionen bot. Mit einer der browserbasierten Programmieroberflächen dauerte es aber auch nicht lange, bis die ersten eigenen Programme überspielt waren und das Display Namen (natürlich die der Schüler) und Symbole zeigte oder der Lautsprecher die erste Melodie spielte.

Dank „Scratch“, einer grafischen Möglichkeit zum Programmieren nach Bausteinprinzip, mussten sich die Schüler nicht erst mit dem Kennenlernen der Befehlssyntax einer Programmiersprache aufhalten, sondern konnten gleich die notwendigen Blöcke mit der Maus zusammenklicken und sehen, wie der Mikrocontroller ihre Programme ausführte.

In den Folgestunden programmierten sie – ganz individuell und je nach Bedarf mit mehr oder weniger Unterstützung durch Frau Sperber und Herrn Becker – selbst Lautstärkeampeln, Alarmanlagen und Schrankensysteme oder versuchten sich an ganz eigenen Ideen. Beispiele dafür finden sich zuhauf im Internet oder auch im beiliegenden Anleitungsheft.

Mit einem Mikrocontroller im Unterricht zu arbeiten ist dabei durchaus kein Selbstzweck, denn Programmieren fördert viele Kompetenzen zugleich: Das selbständige Bedienen eines PC oder Speichern einer Datei am richtigen Ort sind dabei wichtig, genauso wie die Suche nach kreativen Lösungswegen. Auch das Training der Fehler- und Frustrationstoleranz kommt nicht zu kurz, denn nicht alles klappt gleich auf Anhieb.

Wer aber verstehen will, was in der Welt passiert, der muss auch verstehen, dass Computer das machen, was Menschen ihnen sagen. In unserer digitalisierten und automatisierten Welt ist es wichtig, sich nicht nur zurecht zu finden, sondern sie auch aktiv mitzugestalten. 

calliope 2


 

LOGIN